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Bauanleitung: Seifenkiste selber bauen
Intro
Bereits seit 1904 werden mit selbstgebauten Kinderautos in Deutschland Wettrennen für Kinder veranstaltet. Auch heute erfreuen sich Seifenkisten immer noch sehr großer Beliebtheit. Mit etwas handwerklichem Geschick sind die flinken Kisten ganz einfach selbst nachzubauen. Die Profis von Festool zeigen Ihnen hierbei wie Sie eine Seifenkiste selber bauen können.
Auch ohne Motorenlärm kann „Renn- Feeling“ entstehen: Eine aerodynamische Karosserie in Form von Silberpfeil & Co. und weit ausgestellte Räder - das sind die Merkmale unserer Rennseifenkiste. Mit der passenden Lackierung wird aus der Seifenkiste ein richtiger Formel-1-Renner, an dem Väter ihre Träume mit und für die eigenen Kinder verwirklichen können.
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Schritt 1: Material
Zum Bau der Seifenkiste werden folgende Materialien und Werkzeuge benötigt:
Materialliste
Pos. Anz. Bezeichnung Länge Breite Dicke Material
- 4 Räder D = 300 Kunstoff o. Alu
- 2 Achse 890 20 20 Stahl
- 1 Lenkaufnahme Stahl
- 1 Achshalterung Stahl
- 1 Lenk und Bremseinheit Junior Stahl
- 1 Lenkseil ca. 1600 3 Stahl
- 1 Seilspanner Stahl
- 1 Gewichtbefestigung 160 M 8 Stahl
- 2 Ösenschrauben 35 Stahl
- 4 Seilklemmen Stahl
- 4 Federsplinte Stahl
- 18 Gewindeschrauben 50 M 8 Stahl
- 18 Mutter M 8 Stahl
- 24 Karosseriescheiben M 8 Stahl
- 18 Federscheiben M 8 Stahl
- 1 Bodenplatte 1950 392 25 Stabplatte
- 4 Frontaussteifung 390 100 25 Stabplatte
- 1 Rückenlehne 320 150 25 Stabplatte
- 1 Heckaussteifung 390 85 25 Stabplatte
- 1 Heckaussteifung 390 50 25 Stabplatte
- 1 Deckplatte 1950 392 19 Fichte 3-Schicht
- 2 Seitenteil 2030 390 4 Sperrholz
- 1 Leder Polsterung individuell 140 2 Leder
- 4 Spanten 370 60 19 Fichte 3-Schicht
Maschinenliste
- Stichsäge
- Akkuschrauber
- Exzenterschleifer
- Kantenfräse/Oberfräse
- Tischkreissäge (Bauzeit ca. 12 Stunden)
Werkzeugliste
- Handhobel
- Zange
- Zwingen
- Schraubenschlüssel 10 mm
- Schraubenschlüssel 7 mm
- Forstnerbohrer 35 mm
- Zirkel
- Bohrer 4,5 mm
- - Bohrer 3,5 mm
- - Bohrer 6,5 mm
- - Bohrer 10 mm
- - Hammer
- - Spachtel
- - Pinsel, Rolle
Oberflächentipp:
Lackierungen können auf unterschiedliche Arten aufgetragen werden. Die gängigsten sind Streichen, Rollen oder Spritzen. Grundsätzlich müssen immer die Herstellerangaben beachtet werden, da nicht jeder Lack für jede Verarbeitungsart geeignet ist. Das Streichen mit einem Pinsel ist wohl die gängigste Art des Auftragens von Lacken bei Holz. Es hat den Vorteil, dass auch Ecken und schwer zugängliche Stellen problemlos lackiert werden können. Außerdem lässt sich der Pinsel nach Benutzung reinigen und weiterverwenden. Auf großen Flächen ist das Auftragen mit einer Rolle dem Streichen mit Pinsel überlegen, da die Rolle sehr breit ist und auch keine Haare verliert, die im Lack hängen bleiben können. Allerdings ist das Reinigen der Rolle nur bedingt möglich, da die Reinigungsmittel häufig auch den Schaumstoff der Rolle lösen. Wird die Rolle länger verwendet, können sogar die Lösungsmittel im Lack die Rolle beschädigen. Das Aufspritzen von Lacken mittels Spritzpistole kommt nur in Frage, wenn ein geeigneter Raum mit Absaugung zur Verfügung steht. Beim Spritzen von wasserbasierten Lacken muss auch unbedingt einAtemschutz getragen werden, da sich die fein zerstäubten Lack-Wassertropfen beim Einatmen mit menschlichem Gewebe verbinden und sich so in der Lunge festsetzen. Bei unserer Seifenkiste haben wir uns für den Lackauftrag mittels Rolle entschieden. Mit dem richtigen Lack und der Zugabe von etwas zum Lack passender Verdünnung lässt sich auch so eine sehr schön glänzende Oberfläche erzielen. Dazu sollte der frisch gerollte, noch feuchte Lack mit einem hochwertigen breiten Pinsel an waagrechten Flächen in Längsrichtung und an senkrechten Flächen von oben nach unten sanft verstrichen werden. Dadurch erzielt man einen gleichmäßig dicken Auftrag und eine glatte Fläche.
Schritt 2: Mittellinie einzeichnen
Zeichnen Sie auf der Bodenplatte (Pos. 21) in Längsrichtung eine Mittellinie ein. An dieser Linie werden die in der Zeichnung angegebenen Positionen des Fahrwerks und der Lenkung angezeichnet. Um die Rundung der Karosserie anzuzeichnen, müssen Sie die in der Zeichnung angegebenen Punkte übertragen. Berücksichtigen Sie dabei, dass die Grundplatte um die Dicke der Seitenteile (Pos. 26) verkleinert werden muss. Die aufgezeichneten Punkte verbinden Sie mit einer biegsamen Leiste. Um die Aussparung für die Bremse in der Bodenplatte auszuschneiden, bohren Sie zuerst jeweils ein Loch in die Eckpunkte der Aussparung (d=10 mm). Diese Löcher helfen beim anschließenden Ausschneiden der Aussparung mit der Stichsäge. Neben der Aussparung für die Bremse schneiden Sie auch noch die Aussparungen für die Spanten (Pos. 28) und die Außenkontur der Bodenplatte aus. Da die Außenkontur nur eine leichte Rundung aufweist, kann zum Schneiden ein Sägeblatt für gerade Schnitte verwendet werden. Besonders exakte und ausrissfreie Schnitte erreichen Sie mit Sägeblättern ohne Schränkung, da diese am hinteren Ende dünner geschliffen sind und so ein Verklemmen verhindern.
Kosten: gering
hoch
Schwierigkeit: gering
hoch

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