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Photoshop Tutorial: Bilder in Polaroid Fotos verwandeln
Intro
Die eigentümliche Ästhetik von Polaroid-Bildern reizt Fotografen offensichtlich noch heute dazu, ihren Digitalfotos mit Photoshop-Hilfe das entsprechende Aussehen zu geben. Der Photoshop Experte Doc Baumann von DOCMA zeigen Ihnen in diesem Photoshop Tutorial, wie Sie dabei Bilder in Polaroid Fotos verwandeln können. Polaroid hat kürzlich angekündigt, die Produktion seiner chemischen Sofortbildfilme einzustellen. Die Betonung liegt dabei auf „chemisch“, denn es soll demnächst ein Verfahren zum tintenlosen Drucken geben – die Farben verstecken sich bei „Zink“ (zero ink) bereits im Papier und werden durch Hitzeeinwirkung aktiviert. Auf diesen Seiten geht es aber um die gute alte Chemie und jene typischen Sofortbilder, die jeder mit dem Namen „Polaroid“ in Verbindung bringt. Es gab in letzter Zeit mehrere Nothilfe-Anfragen zu diesem Thema, zum Beispiel diese von Alexandra Herr: „ich suche Hilfe, wie ich in Photoshop ein Bild in einen Retro- beziehungsweise Polaroid-Look verwandeln kann. Blasse Farben, das Bild kann dann auch gerne Flecken, Streifen oder Vergilbungen und dergleichen haben. Haben Sie Tipps, wie ich das hinbekomme? Ich gebe zu, ich bin noch Anfänger in Photoshop. Ich versuche, es mir jetzt selbst beizubringen, denn der VHS-Kurs war schlecht.“ Detlev Motz hatte vor einiger Zeit nachgefragt, wie man schnell die unregelmäßigen Ränder des Transfer-Verfahrens nachahmen könnte. Nun, zumindest mir ist keine schnelle Methode dazu eingefallen (außer der, ein solches Bild zu scannen und das neue Foto unter Beibehaltung des Randes einzusetzen.) Das, was ich am Ende dieses Beitrages dazu vorstelle, geht weder fix noch ist es sehr vielseitig – dagegen jede Menge Handarbeit mit Differenzwolken für Ebenen und Ebenenmasken, auf unregelmäßige Spuren eingestellte Pinsel und dergleichen. Sofortbild-Polaroids dagegen lassen sich recht zügig imitieren. Wenn Sie den Rahmen erst einmal angelegt haben, können Sie alle möglichen Bilder auf der unteren Foto-Ebene platzieren; bei Bedarf variieren Sie die überlagernden Ebenen ein wenig. Aber selbst, wenn Sie das nicht tun, wirken die Bilder recht überzeugend und auf Grund abweichender Motive unterschiedlich genug.
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Schritt 1: Ausgangsfotos
Zunächst habe ich in meinen Schubladen gekramt und nach eigenen Polaroids gesucht, um mir die Originale genau anzuschauen (links). Beim Scannen geht allerdings wegen der gleichmäßigen und schattenlosen Ausleuchtung die Rautenstruktur des Trägermaterials verloren, sie muss später manuell hinzugefügt werden. Das Punker-Foto rechts habe ich aufDiafi lm Anfang der Achtziger in London aufgenommen; es erschien mir zur Darstellung des Verfahrens ganz geeignet. Farb- und Helligkeitskorrekturensind außer in Ausnahmefällen überflüssig, da der Polaroid-Eff ekt sie ohnehin überlagert. Hochformatfotos eignen sich weniger.
Schritt 2: Ăśberlagerung
Nach einigen Experimenten kam ich zu dem Ergebnis, dass die schnellste und eff ektivste Methode, den typischen Polaroid-Look zu erzeugen, darin besteht, der Bildebene eine Farbebene zu überlagern (Modus: „Normal“, Deckraft 100 %., Farbwerte etwa: R = 245, G = 240, B = 210 beziehungsweise C = 0, M = 6, Y = 19, K = 0. Dabei ist es gleichgültig, ob Sie eine dem Foto entsprechende Auswahl auf einer darüberliegenden Ebenemit dieser Farbe füllen oder eine Volltonfarbebene anlegen. In diesem Fall können Sie das Dialogfeld „Ebenenstil“ nicht durch einen Doppelklick auf das Icon in der Ebenenpalette öff nen, sondern über das fx-Symbol am Fuß der Palette.
Kosten: gering
hoch
Schwierigkeit: gering
hoch

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