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Photoshop Tutorial: Farb Korrektur bei Bildern
Intro
Die Werkzeuge der digitalen Bildbearbeitung bereichern einerseits das Möglichkeitsspektrum des Fotografen, andererseits rauben sie ihm auch ein sehr wertvolles Gut: Seine Zeit. Früher hat er einfach die Dias beim Kunden abgegeben, den Rest der Bildaufbereitung für den Druck oder den Abzug erledigten Lithoanstalten und Fachlabore. Heute wird es immer selbstverständlicher, dem Auftraggeber für den jeweiligen Ausgabezweck – wie Print, Offsetdruck oder Einsatz im Internet – entsprechend aufbereitetes Material zu liefern. Das kostet nicht nur zusätzliche Arbeitszeit, sondern wird vielfach auch nicht in angemessener Form entlohnt.Hinzu kommt, dass bei der Digitalisierung, also beim Scannen oder bei der Aufnahme mit Digitalkameras, ein sehr hoher Aufwand betrieben werden muss, damit man wirklich farbverbindlich arbeiten kann.In der digitalen Fotografie reicht es nicht aus, mit einer teuren Kamera samt hochwertigen Optiken gute Fotos zu machen und den ganzen Rest Fachlaboranten zu überlassen. Wer auch in Zukunft bestehen will, muss einerseits die digitale Form der Foto-Laborarbeit beherrschen und möglichst auch schon in den Bereich schielen, wo einstmals Lithografen sich darum kümmerten, ein Bild für den Auflagendruck vorzubereiten.In einer Zeit, in der Bildmaterial schlechter denn je bezahlt wird, und der Fotograf ohnehin mehr Zeit mit Akquise- und Verwaltungstätigkeiten verbringen muss, sicherlich eine zusätzliche Belastung – auf mittlere Sicht gesehen aber eine sehr lohnende. Die Versuchung mit schnellen Lösungen zum Ziel kommen zu wollen, ist aber durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht für jede Aufgabenstellung geeignet. Ein technisch wenig versierter Kreativer läuft hierbei Gefahr, seine mit hochwertiger Kamera und erlesenem Objektiv aufgenommenen Bilder durch platzsparende JPEG-Kompression und unsachgemäßen Werkzeugeinsatz kaputt zu machen statt sie zu optimieren.Wir wollen in diesem Kapitel Möglichkeiten und Grenzen der in Photoshop gebotenen Automatikfunktionen aufzeigen und zusätzlich einfache, halbautomatische Lösungsansätze vorstellen, mit denen man auch komplexere Probleme schnell aus der Welt schaffen kann.
Christoph Künne von DOCMA zeigt Ihnen in diesem Photoshop Tutorial wie Sie die Farben eines Bildes selbst korrigieren können.
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Schritt 1: Ausgangs-Sample
Um die Wirksamkeit der in Photoshop verfügbaren Automatikfunktionen auf verschiedene Bildprobleme auszuloten, habe ich zunächst ein Sample mit vier Testbildern zusammengestellt. Dazu gehören zunächst ein untersowie ein überbelichtetes Foto. Bild Nummer drei ist allzu kontrastarm geraten, wie viele Bilder, die digital aufgenommen oder mit den falschen Einstellungen gescannt werden. Der subtilere Farbstich in Bild vier entstand durch einen falschen, zu kühl geratenen Weißabgleich. Ein typisches Problem bei Kunstlichtaufnahmen mit Digitalkameras.
Schritt 2: Auto-Tonwertkorrektur
Die „Auto-Tonwertkorrektur“ lässt sich auf drei Arten aufrufen: Entweder wählen Sie den Befehl direkt im Menü „Bild“ unter „Anpassen“, rufen im gleichen Untermenü den Dialog „Tonwertkorrektur“ auf und klicken hier auf den Schalter „Auto“ oder Sie benutzen die Tasten-Kombiantion Strg (Mac: Befehl) Shift L. Der Befehl „spreizt“ das Histogramm jedes Farbkanals so weit auf, dass die vorhandenen Tonwerte sich über den gesamten technisch verfügbaren Tonwertumfang von 0 bis 255 erstrecken. Dieser Kunstgriff kann wie bei Bild 3 das Foto deutlich verbessern, kann aber auch zu Farbstichen führen wie bei Bild 1. Die Unterbelichtung von Bild 2 wird etwas übertrieben ausgeglichen, der Blaustich in Bild 4 verschwindet.
Kosten: gering
hoch
Schwierigkeit: gering
hoch

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