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Photoshop Tutorial: Fotografische Fehler retuschieren
Intro
Auf Bildern können oft auch Fotografische Fehler entstehen, doch Sie können mit Photoshop ganz einfach die Fehler retuschieren. Der Photoshop Experte Doc Baumann von DOCMA zeigen Ihnen in diesem Photoshop Tutorial, wie Sie die fotografischen Fehler auf Ihren Bildern retuschieren können.
Bisher haben wir uns hauptsächlich mit dem Ausgleich der Fehler beschäftigt, die zweifelsfrei auf technische Unzulänglichkeiten, auf Unterlassungssünden von Entwicklern, den Zahn der Zeit oder auf lange zurückliegendes Fehlverhalten zurückzuführen waren. In diesem Kapitel befassen wir uns mit den Problemen, die wir sehenden – oder wahrscheinlich eher nichtsehenden – Auges direkt beim Aufnehmen der Bilder verursachen. Einige der Bildfehler entstehen nicht nur durch falsche Anwendung, also durch fotografische Inkompetenz oder mangelnde Sorgfalt bei der Aufnahme, sondern schon im Vorfeld. Dann nämlich, wenn wir eine Kaufentscheidung treffen und uns dabei mehr vom Preis und der Funktionsliste als von der Qualität der für uns wichtigen Leistungsbereiche beeinflussen lassen.Bei den meisten Kompaktkameras oder ihren besseren Kollegen, den Bridge-Kameras, wird trotz hoher Gerätepreise gerne an der Objektivqualität gespart. Die handlichen Alleskönner sollen ja für jede Situation gerüstet sein und müssen vom Weitwinkel bis zum Super-Tele jedwede fotografische Situation meistern können. Um das auf hohem Niveau zu leisten, wären lange und vor allem schwere Optiken nötig, die kein Gelegenheitsfotograf mit sich herumschleppen möchte, und so werden zumeist Kompromisslösungen verbaut, die allen Anforderungen auf dem Papier genügen. Bei der Anwendung produzieren diese Linsen Fehler, indem sie die geraden Linien der Wirklichkeit verbogen auf den Chip bringen oder unsere Erinnerungen mit einem – bisweilen aparten – Lichtabfall an den Ecken rahmen.Die Qualitätsproblematik trifft ebenfalls all jene, die beim Kauf einer Spiegelreflexausrüstung nicht im Hinterkopf behalten, dass der Großteil der Investition in die Objektive und nicht ins Gehäuse fließen sollte. Denn auch bei billigen Wechsellinsen treten die genannten Fehler auf, allerdings bei weitem nicht so wuchtig.In Photoshop finden sich Tools zur Korrektur solcher Probleme. Doch haben die Entwickler nur die Werkzeuge selbst geliefert und überlassen es uns, wie wir sie auf das jeweilige Bild anwenden. Da Abbildungsfehler wie Verzerrungen und Vignettierungen aber zum einen objektivspezifisch sind, zum anderen bei jeder Brennweiten- und Blendenkombination ein wenig anders ausfallen, ist es aufwendig, Standards für die eigenen Linsen zu entwickeln. Das Maß an Mühe – vor allemfür den gesamten Kamera- und Objektivmarkt – scheuen scheinbar auch die Entwickler von Adobe. Andere Programme wie Imageiron, Acolens, Bibble oder DxO haben sich ganz oder zumindest teilweise diesem Aufgabengebiet verschrieben.
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Schritt 1: Verzerrungen entfernen
Objektive kennen zwei Arten, mit denen sie fotografierte Objekte unabhängig vom Einfluss des Fotografen verformen: die tonnen- und die kissenförmige Verzerrung. Beide Verzerrungsformen treten hauptsächlich auf, wenn man in der Kleinbildwelt mit kurzen Brennweiten im Weitwinkel arbeitet. Da kleine Kamerachips technikbedingt zumeist mit kürzesten Brennweiten arbeiten, sind hier Verzerrungen bis ins leichte Tele gang und gäbe. Tonnenförmige Verzerrungen erkennen Sie an einer aufgeblasenen Bildmitte, die zum Beispiel bei Porträts die Nase stark vergrößert. Um eine kissenförmige Verzerrung handelt es sich, wenn Elemente in den Bildecken übermäßig stark hervortreten. Zur Korrektur dieser Effekte nutzen Sie den Regler „Verzerrung entfernen”, den Sie ab Photoshop CS2 im Filter „Objektivkorrektur” (CS2: „Blendenkorrektur“) finden. So können Sie entweder eine tonnen- oder eine kissenförmige Verzerrung ausgleichen. Bilder, die beide Typen zeigen – was zugegebenermaßenselten vorkommt – müssen zweimal gefiltert werden.
Schritt 2: Rastereinstellungen
Während man Porträts besser nach dem optischen Eindruck oder dem Gedächnis entzerrt, sind Aufnahmen von Räumen oder Gebäuden mit ihren ursprünglich geraden Linien für den Einsatz eines Rastergitters als Entzerrungshilfe prädestiniert. Das Rastergitter schalten Sie unterhalb der Bildvorschau mit einem Klick auf die Checkbox „Raster einblenden” ein. Die Rasterabstände variiert das Feld „Größe“, und die Farbgebung der Rasterlinien kontrollieren Sie mit einem Klick auf das Farbe-Feld rechts daneben.
Kosten: gering
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Schwierigkeit: gering
hoch

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