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Photoshop Tutorial: PortrÀts retuschieren / Augen nachbearbeiten
Intro
In diesem Photoshop Tutorial erklärt der Experte Christoph Künne von DOCMA, wie man Porträts retuschieren kann. Im Speziellen zeigen sie, wie man Augen nachbearbeiten muss, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Von strahlenden Augen bis hin zur Entfernung des Rote-Augen-Effekts ist alles dabei.
Die Augen eines Menschen spiegeln seine Seele. So schlicht und einfach lässt sich die Bedeutung unserer Sehwerkzeuge für den Porträt-Fotografen umreißen. Doch ist der emotionale Ausdruck des Auges nur ein Aspekts einer fotografischen Wiedergabe. Grundsätzlich wirken Augen eindrucksvoller, wenn sie betont werden. Beim Schminken bedienten sich schon die alten Ägypter dieser Erkenntnis und malten sich – Männlein wie Weiblein – die Augenränder mit Kajalstift an, damit sie größer, heller und somit ausdrucksvoller erschienen. Auch wenn ein erotisches Foto-Shooting (hier buchbar) ansteht, wird fast jedes Modell mit Augenkosmetik verschönert. Das hat seinen Grund, denn selbst in Zeiten von Photoshop gilt:
Was schon einmal in der Realität retuschiert wurde, muss man nicht mühsam (und unter Umständen mehrmals) am Rechner korrigieren. Außerdem kann eine gute Visagistin durch geschicktes Schminken das Modell weit attraktiver erscheinen lassen, als dies mit ähnlichem Aufwand in Photoshop möglich wäre. Doch gute Visagisten kosten gutes Geld und kommen somit nicht immer dort zum Einsatz, wo sie nötig wären. Und selbst wenn – kleine Retuschen oder Korrekturen von Lichteffekten bleiben fast immer am Bildbearbeiter hängen. Von daher verspricht die Auseinandersetzung mit der digitalen Augenretusche erheblich bessere Ergebnisse, als wenn man auf sie verzichtet.
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Schritt 1: Leuchtende Augen
Nur in der Theorie ist das Weiße in den Augen wirklich reinweiß. Meist handelt es sich hier um ein leichtes Grau, das von mehr oder minder deutlich sichtbaren roten Äderchen durchsetzt ist. Bei müden oder kranken Menschen kommen Verfärbungen und kontrastmindernde Abdunklungen hinzu. Wählen Sie die Augen zunächst mit dem Lasso-Werkzeug oder im Maskierungsmodus aus und kopieren Sie sie auf eine neue Ebene. Die roten Verfärbungen korrigieren Sie mit dem Dialog „Farbton/Sättigung“, indem Sie dort die „Rottöne“ in der Sättigung stark reduzieren. Danach verstärken Sie den Augenkontrast mit einer S-förmigen Gradationskurve. Sollten Sie bei der Auswahl Bereiche des Lids mit erfasst haben, können Sie diese mit dem Radiergummi wieder löschen.
Tipp: Damit sich die überarbeiteten Augen harmonischer einfügen, reduzieren Sie die Deckkraft der Augen-Ebene leicht auf 80 bis 90 Prozent.
Schritt 2: Augen schÀrfen
Bei nicht geröteten Augen kann man sich auch an einer schnelleren Augenretusche versuchen. Rufen Sie dazu zunächst den Scharfzeichnungsfilter „Unscharf maskieren“ auf und setzen dort die Stärke auf 30 Prozent, den Radius auf 45 Pixel und den Schwellenwert auf 0 Stufen. Wenden Sie die Einstellung auf das ganze Bild an. In der Protokollpalette, die Sie im Menü „Fenster“ aufrufen, gehen Sie nun einen Schritt zurück und aktivieren gleichzeitig das Protokollpinsel-Symbol vor dem Eintrag „Unscharf maskieren“.
Nun können Sie den Filter-Effekt manuell mit dem Protokollpinsel-Werkzeug aus der Werkzeug-Palette auftragen. Wählen Sie dazu eine sehr große, weiche Werkzeugspitze und eine Deckkraft von etwa 30 Prozent.
Profi-Tipp: Achten Sie darauf, dass Augenweiß und Zahnweiß in der Helligkeit in etwa übereinstimmt. Dabei hilft es, den Helligkeitswert mit dem „Pipette-Werkzeug“ zu ermitteln.
Kosten: gering
hoch
Schwierigkeit: gering
hoch

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von , am 15.04.2009 um 14:04 Uhr
Vor allem die Entfernung des Rote-Augen-Effekts ist sehr praktisch!
