WÖLFE LITERATUR KUNST

Wölfe Roman ulrwahl@gmail.com 017653795127 WÖLFE   Roman                         Der Mensch ist sein eigener Dämon Heraklit                                                                   Personen Biografie Uwes Beate Bocinsky Verfassungsschutz L ...

LITERAUR SCHOOL

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Views: 998    Erstellt am: 03.02.2018
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WÖLFE LITERATUR KUNST

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Wölfe

Roman ulrwahl@gmail.com 017653795127

WÖLFE

 

Roman

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mensch ist sein eigener Dämon

Heraklit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Personen Biografie

Uwes

Beate

Bocinsky Verfassungsschutz

Leipziger Boss von Bocinsky

Pieke Ex Bulle

Altendorf Abgeordneter Bundestag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lache das Leben an! Vielleicht lacht es wider.

 

Jean-Paul Sart

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

Dunkeldeutschland, der Geist von Goethe, Schiller und Hölderlin schwebte wie Nebel über den Wäldern. Und die alte DDR noch vorhanden, gärte, im Untergrund, die kommunistische Diktatur. Das Wolfsrudel knurrte, Angriffshaltung, die beiden Uwes spannten ihre Büchsen.

Blut spritzte, als sie schossen und die Projektile die Köpfe der Wölfe zerfetzten

Einer der Uwes bestand auf eine Hunde Beerdigung.

Sie beteten, falteten die Hände, leierten das Vater Unser herunter, tonlose Stimmen, Tränen in den Augen.

An einer Tankstelle hielten sie, verdrückten sie Thüringer Bratwürste, mit viel Senf, tranken Bier, die Wölfe schwebten sinnbildlich durch ihre Denke, Kopf, hüpften herum, flirrend, knurrend, das Rudel vermehrte sich, sie kackten, warfen, fickten, im Wohnmobil weiter, immer weiter. Seit dem Vorfall studierten sie Bücher über Wölfe.

 

2

Tschärpe wusste nichts davon, dass sie sich gegenseitig fickten, ganz zu schweigen von den flotten Dreiern.

Den Pornoheftchen, den Gay Dateing Sides. Gruppensex mit anderen, Puffs, Partnertausch. Sie lebten in Bieder Deutschland, Spießer Deutschland, alles war politisch der Sex, der Alltag, alles und doch nicht, jeder lebte auf seinem eigen Stern der zusammengeglaubten politischen Ideologie.

 

 

Die AFD, eine neue Partei versprühte Gift, Kommunisten mutierten zu Nazis, Zombies, unzufrieden, obwohl mit Rente der BRD versorgt, billig Discountern, Mini Miete, der Mensch immer unzufrieden, mit sich selbst, den anderen, Plattenbauten erinnerte noch an die DDR, den Arbeiter Staat, an Honecker, ARSCH Mielke, an die russischen Besatzungssoldaten.

 

Bocinsky, Verfassungsschutz war der NSU auf der Spur, schlank, Kettenraucher, grauer Anzug, Rollkragenpullover.

Dann war der Bulle, Ex Bulle, früher Stasi Hauptmann.

Willy Pieke EX Kommissar der DDR Bullen, untersuchte den Fall aus privater Neugier, spannend die Sache, diese radikale Bande, wie die RAF, jeden Tag las er ein paar Seiten in Marx Kapital, Schiebermütze, leder, schwarz, Lodenmantel, Walther Knarre im Schulterhalfter, Wow, Django jagt Wölfe, klar, er war Wende Verlierer, ein Kollege hat sich die Elbe Schiffe unter den Nagel gerissen, jetzt fährt er mit dem Daimler hochnäsig durch Wickerode, die fette Sau, Willys Freundin, Wessie, hat in Wickerode eine Schule zum Hotel umgebaut, ihre Ost Partnerin gab schnell auf, typisch Ossie, Elke war bankrott, Gott sei Danke hatte sie den Bauernhof auf ihre Kinder geschrieben, Rente karg, sie war kreativ, das Hotel kam nicht in die Gänge, was die Übernachtungen anging, die Dörfler mieden sie, die fetten Ost Bedienungen fraßen sich satt, die Köche hauten gleich wieder ab, WICKERODE TOTE HOSE.

 

Bocinsky folgte einem Hinweis, checkte im Hotel Rose in Sangerhausen ein, fuhr nach Wickerode. Im Sportheim trafen sich die braune Kameradschaft, Müller war der

Ideologe, Mahler Ex RAF war auf Besuch hier, ein Terror Star, der diese Auftritt genoss und liebte, endlich, er im Mittelpunkt, ein brauner Star, früher dunkelrot, Sozialist, Kommunist, Maoist, APO Anhänger, dann RAF. Vornehmlich in der roten Terrorzelle in Berlin unterwegs.

-A Braucht es die Kampftruppe und B eine solide Partei

Basis, progressive Führer, weniger radikal, rechts bürgerlich. Nicht von Revolution reden,

das würde Oma und Opa, Elfriede und Eugen, erschrecken.

Es geht um Tarnen und Täuschen, der Zweck heiligt die Mittel. Die RAF ist nicht tot, es gibt eine kleine Kerntruppe, die aus dem Underground agiert, Geld beschafft, Geldtransporter überfällt, meist vor Super- oder Baumärkten. Ein Zitat von Goebbels geklaut. DER ZWECK HEILIGT DIE MITTEL. Wie konnten Menschen sich so weit von alten Ideen entfernen?

Mahler war ein guter Redner, Anwalt, vor Gericht, bei Verfahren geschult.

Beifall. Yeah, Rufe. Applaus. Er gab Autogramme, nachdem er einen DDR Brandwein gekippt hatte, er öffnete seine Krawatte, schwitzte, setzte seine Hornbrille ab, schrieb sich die Finger wund. Er verteile sein Manifest 9.0,

Inhalt DER RECHTE STAAT, er las einige Seiten vor, eine Vortrag, der viel Applaus erzielte:

Der Europäer ist christlich geboren und wird so sterben, Hitler war weitsichtig, wegen der Ölquellen in Europa, u.a.

Bulgarien, Rumänien, Krim, heute sind wir von den Nahost Ölstaaten abhängig, dem kapitalistischen System der Vereinigten Staaten, die Macht hält der Investor in der Hand, wie die Rockefellers, die jüdischen Bankiers, wie Rothschild, Goldman Sachs.

Diese Mächte muss man nach der Machtübernahme zerstören.

-Tot den Juden Schweinen, rief einer.

-Tot den Moslem Brüderschaften, der Is muss ausgerottet werden.

-Tot den Alis.

-Und merzt den ISLAM aus.

-Gaskammer.

-Bravo.

 

 

2

Weit nach Mitternacht auf der Autobahnraststätte-Bocinsky wartet

e im Golf, ein unauffälliges Auto, sein Verbindungsmann Udo S. stieg ein, gab ihm das Diktiergerät, kassierte zweihundert Euro, Cash in der Täsch. Bares. Moneten.

-Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

-Und die Uwes?

-Die gingen mit Horst Mahler weg. Sie redeten nicht viel.

-Die anderen standen zum Schluss um die beiden herum.

Bildeten einen Kreis. Deutschland den Deutschen, riefen sie.  

-Versuche dich, mit den Uwes anzufreunden.

-Die sind schweigsam wie ein Grab.

-Was sagen die anderen über sie.

-Den Uwes wurde das Eiserne Kreuz überreicht. Von Heldentum war die Rede.

-Ich benötige konkrete Information, Udo. Du wohnst doch in Chemnitz.

-Ich brauche etwas Zeit, Chef.

 

Willy Pieke war ihnen gefolgt, mit dem Nachtsichtgerät beobachte er sie. Bocinsky war ein Fuchs. Pieke kannte ihn, da er ein Profil erstellte, ihn schon länger überwachte, und da er Kollegen befragt hatte, die haben ihn als Zweigesichter bezeichnet, man weiß bei ihm nicht, auf welcher Seite er steht. Hat Bocinsky den Uwes mit Waffen geholfen?

Udo S. war ein unterwürfiges Lamm.

Die Kameradschaft marschierte

Um 400 in den Wald, um Militärische Übungen abzuhalten, ihre Waffen auszuprobieren, ein Wolf

Zeigte sein Gesicht, trabte aus dem Unterholz,

Zähne fletschend, knurrend, jaulend, di Uwes legen ihre Gewehr an, schossen, Volltreffer, Hirnmasse, Blut spritzte in ihre Gesichter.

-Wir müssen die beerdigen.

Mit der Klappschaufel hoben sie Erde aus, warfen die Viecher, leblos, hinein.

-Wir müssen ein Gebet sprechen.

-Vater Unser, dein Wille geschehe, im Himmel, wie auf der Erde, dein Reich komme. Sie bekreuzigten und umarmten

Sich.

-Komisch, Uwe, war das ein Traum?, fragte Mundlos.

Hitler liebte Wölfe.

-Es muss eine Bedeutung haben.

-Sinnlos darüber nachzudenken.

-Denken ist anstrengend, erfordert Kraft und Disziplin und Wissen.

 

 

3

Bocinsky zum Rapport. Haken zusammen. Leipziger rauchte eine Cohiba, blies seinem Agenten den Qualm ins Gesicht. Er hatte das Gesicht eines Fuchses, blasser gespenstischer Teint, tränende Augen, rote Blutflecken, er sah Andreotti Ex Ministerpräsident von Italien ähnlich.

-Und was ist mit Chemnitzer?

-Sie wollen Waffen kaufen.

-Beweise.

-Ein Tape.

-Das ist zu wenig.

-Soll ich die Aufnahme dem LKA oder BKA übergeben.

-Nicht notwendig. Die sind nicht schlauer als wir.

-Ich halte es für wichtig, die anderen Ämter zu informieren.

-Die Sache bleibt unter Verschluss.

-Gehörst du zu den Nazis, bist du ein Sympathisant.

-Leck mich, Pollack.

Bocinsky ging, verärgert, Blödmann, was will er vertuschen?

-So ist unsere Arbeit halt, dreckig und schmutzig.

 

Bocinsky traf sich mit einem Informanten, bei Kaffee und Kuchen, ganz bieder.

-Wie steht es bei der Gruppe um die Finanzen?

-Freddy Unrast vertickert Crystal Meth aus der Tschechei.

-Wo wohnt er?

-Rosa Luxemburg Straße. Er ist ein Krimineller, rechts politisch einzuschätzen.

Bocinsky gab ihm Kohle, Staatsknete. Tausend für den Monat.

 

Es schneite, als Bocinsky in seinen neuen SVU Honda stieg.

Mit getönten Scheiben, Stereoanlage, GPS, er fuhr zur Luxemburg Straße. Das übliche Spiel, Überwachen und Warten, was geschah. Hatte nichts mit Thrillern gemein, boring,

langweilig.

Unrast tauchte nicht auf, er tickerte den Namen in den Kalender seine Smart Phones.

Er startete den Motor, Fahrt Richtung Autobahn, nach Berlin, traf den Abgeordneten Altendorf in der Synagoge.

-Was kann ich für Sie tun?

-Sie sind im Innenausschuss, es geht um die Chemnitzer Gruppe.

-Geschwärzte Seiten, nicht einfach da durchzudringen, tiefgründig.

Er zündete eine Gauloises an, filterlos, paffte, Qualm drang aus seinem Mund und Nase.

-Die Wahrheit passt ein paar einflussreichen Abgeordneten nicht, im Hinblick auf Wahlen im Osten. Wenn ich eine Kopie Ihnen überantwortete, kann das meinen politischen Tod bedeuten, naja, ich war schon oft tot gesagt, z.B. Kosovo Militäreinsatz, Afghanistan; Geheimkommando Panama, Mali.

-Gut, kommen Sie morgen zur Museuminsel.

Der Rabbi lächelte, der Abgeordnete versuchte, seine Zigarette zu verstecken.

-Rauchen Sie weiter, Altendorf.

Am nächsten Tag bekam Bocinsky die Papiere, Pieke an seinem Arsch, wie eine gefräßige gierige Python. Was war das Ziel des alten Hasen?

Bocinsky hatte so eine Ahnung, dass einer hinter ihm dran hing, wie ein Faden, von Mann zu Mann. Unheimlich. Wenn er von den Thüringern war?

Die waren nicht clever genug, beruhigte er sich. Bocinsky

Im Cafe Erbse in Leipzig, las den Berliner Bericht. Nichts Neues im Osten. Zäh, zäh wie Leder, schnell wie ein Windhund, hart wie Kruppstahl.

 

 

 

 

5

Gewalt, Human Conditions, was für ein Thema. Schüsse in Dallas, Lee Harvey Oswald, Bum, in den Hinterkopf, Blut, der Tod macht es kurz und schmerzlos.

Schleyer in Gefangenschaft:

-Sie sind reich, Herr Schleyer.

-Nein, wohlhabend. Reich ist Rockefeller.

-Nun reden Sie sich nicht aus-

-Können wir nicht Sportschau schauen, Ernst Huberty.

-Sie haben die FAZ, den Spiegel und SZ bekommen.

-Ich kann mich nicht konzentrieren.

-Trinken Sie mehr Wasser.

 

Der Bankier der deutschen Bank in seiner Villa erschossen,

Botschaft in Stockholm, Anschläge auf Gis, Kasernen, Offiziere der amerikanischen Armee. Heidelberg Attacke.

Bin Laden war der King Pin des Terrors. Arafat. Rote Brigade. Rom. Politiker entführen, tot im Kofferraum zurücklassen, Gott und Richter spielen.

 

-Sie haben mich gut behandelt, raunte der Verleger Giangiacomo Feltrinelli. So was wie der italienische Suhrkamp, Unseld Verleger-

 

Auschwitz der absolute Höhepunkt, eine Tötungsfabrik. War ein Tabu Thema.

Lafontaine, Schäuble. Und Jesus Christ, gekreuzigt am Kreuz, hin genagelt, Dornenkrone.

-Warum erzählen Sie das alles, Beate.

-Der Pfarrer sagte, das Leiden ist im Mensch versteinert verankert.

-Es geht nun um die Taktik vor Gericht. Sie tranken viel.

-Ja, Discounter Sekt.

-Wussten Sie von den Taten der Uwes?

-Ich erinnere mich nicht.

-Ungern?

-Ich freue mich, wenn einen Spatzen sichtbar wird und auf dem Sims landet, letzthin sogar ein schwarzer Rabe.

-Es tut weh.

-Die Wahrheit?

-Ja, bei uns in der DDR beteten nur Außenseiter Jesus an.

Ich war zum Kommunist erzogen, jetzt lese ich ab und zu im neuen Testament. Karl Marx, ja. Wenn ich Bock habe. Man muss es umschreiben Das Kapital. Der neue Arbeiter Staat.

-Und die vielen Briefe?

-Ich bin kein Star. Ich wollte immer ein Kind haben.

-Verwandtschaft?

-Tote Hose. Wie es denen ergangen ist?

-Stammheim.

-Es blieb ihnen nur der Selbstmord.

-Ich stehe es durch.

 

 

6

Bombe basteln, mit Nägeln. NSU vor. Noch ein Tor, fernsehen mit Beate, Tatort, was für ein Wessie Schieß. Braune westliche Kacke.

Köln, es regnet Nägel. Scheiß Moslems. Allah Agbar, ihr Ziegenficker. Tom arbeitete momentan für Elke, Koch, früher Küchenchef auf Kreuzfahrtschiffen, er telefonierte mit dem Verleger Verlag der Autoren Frankfurt, früher Suhrkamp Lektor, einer, der alles weiß, vom Socrates nicht viel hielt, Andreas Marber Dramaturg Schirmer Freiburg hielt auch nicht viel von ihm, hochnäsig arrogant überheblich KH Braun, ihr Talent hat bisher niemand erkannt, ich bin pleite, gehen Sie arbeiten, wie jeder andere auch, die Victor mochte ihn so oder so nicht, er hatte sie im Foyer Schauspiel Stuttgart Kleines Haus getroffen, sie hofierte Schirmer, um einen jungen Dramatiker zu platzieren, der mit einem Gespräch beginnen wollte, Marion Victor würgte das ab, sie hatte nicht mal ein Guten Tag hervorgebracht, Lippe, Zunge tot, Schweigen im Walde, Blinzeln, Hüsteln, Votze, Bitch,immerhin hat Schirmer die Vermieter uraufgeführt in Freiburg, Jürgen Popig einer der Dramaturgen, KH Braun wollte es nicht verlegen, obgleich das Stück easy zu besetzen war, so wurde man verarscht, wir haben es gelernte sagte die Reschke immer, Bitch,Wünderich Berliner Ensemble lässt grüßen, Paul Burian, früher Schaubühne, Peter Stein, inszenierte Die Vermieter, und KH Braun ignoriert das, er, ein Dandy, Einstechtuch, war natürlich der beste Theaterlektor der Welt, arrogant, überheblich,   ein Heiner Müller Stück über KH Braun plante Tom, wer mich verarscht, den verarsch ich,

Du kleiner Verleger, und Jöder badische Zeitung hat die Party verdorben, Affe, Kritiker, Großkritiker, später Die Zeit, Fuck him.

Elke wurde von der Sparkasse geduldet, die Ossie Bedienungen hingen am Tresen ab, ein Tisch, acht Personen war gelaufen. Die fette Edith bestellte ein Steak. Tom drehte durch, verweigerte das, jetzt gäbe es kein Personalessen. Edith beschwerte sich bei Elke.

-Er ist der Küchenchef.

-Der Wessie kann nicht kochen.

-Der war Chef auf Kreuzfahrtschiffen, er muss sich an unser System gewöhnen.

-Es heißt der Laden wird endgültig geschlossen.

-Scheißhausparolen. Dummes Geschwätz, die Dörfler mobbten mich von Anfang an.

-Wärst e im Westen geblieben. Du kannst nichts, nicht mal ne Brühe ansetzen, die Leute wollen Kartoffel hier, keine Spätzle.

 

 

6

Heilbronn

Kiesewetter. Kugel im Körper, no more love. Kein Kind, vermutlich. Jung. Bocinsky traf einen Kollegen.

-Wir kennen das Motiv nicht.

-Sinnlos.

-Was nun?

-Ich fahr nach Nürnberg, ein neuer Ausländer Mord.

-Sehen Sie einen Zusammenhang?

-Mein Instinkt sagt mir, da ist etwas faul im Staate Dänemark.

-VielGlück.

-Kann ich gebrauchen.

Nürnberg, Heilbronn, Autobahn, abends im Hotel Nürnberger Bratwürste, Kraut, Weißbier. Gut bürgerlich.

Bocinsky zahlte, drehte eine Runde, rauchte eine Schneehase Zigarre, der Kirsch Schnaps hatte der Verdauung geholfen, morgen Schweinshaxe, mit Knödel.

Das Handy summte.

-Boci, wenn kommst du nach Hause?

-Ich versuch es, am Wochenende, Schatz, wie geht’s den Kindern?

-Sie vermissen dich.

-Sie müssen erwachsen werden, was gab es zu essen?

-Spaghetti Bolognese.

Im Hotel, er schlief wie eine Ratte, der Kripo Kommissar war zugeknöpft. Drei Tage Bart, dunkle Depro Augenränder, Lederjacke und braune Cordhose.

-Vermutlich eine türkische Mafia. Schutzgeld Erpressung, oder ein paranoider Einzeltäter.

-Was ist mit dem gewalttätigen rechten Rand?

-Nein, wir haben in diesem Punkt keine Ergebnisse. Kurz

Hatte ich den Gedanken, mir alles noch mal durchgeknetet. Nein. Wir wissen nicht, ob die Morde in einem Zusammenhang stehen. Haben Sie eine Vermutung?

-Ja, meine Nase sagt mir, es stinkt zum Himmel.

-Verzetteln Sie sich nicht, wir sind für Gewaltverbrechen zuständig, sie für politische Dinge. Lassen Sie uns in Ruhe arbeiten, nehmen Sie Urlaub.

-Hatte schon.

-Wo?

-Balkonia.

-Ein Kriminalkommissar in Böblingen begann Suizid. Er hatte den Falschen verdächtigt. Weil im Schönbuch, der Weiher Mord.

-Ist kein lockerer Beruf, ich werde in meinem zweiten Leben Krankenpfleger.

Bocinsky warf einen Geldschein auf den Tisch, latschte hinaus. Frische Luft, Regen, Nieselregen, er stieg in seinen SVU, stellte den Scheibenwischer ein, startete den Motor, Autobahn Richtung Berlin, Arividerci. Good Bye.

 

7

In Berlin parkte er am Adlon, Freddy Unrast, die Uwes saßen an der Bar.

Der Deal drehte sich, um Waffen mit den Drogen Geld zu kaufen, Freddy was a great Friend of The NSU. Er war kriminell, als Jugendlicher schon im Knast. Niemand hatte ihn auf dem Ticket, außer Bocinsky, alles war so geheimnisvoll, befremdlich,

wie konnten nach Ausschwitz, Nazi Anhänger sein?

Dummheit? Verblendung? Abenteuerlust? Das eigene Leben riskieren? Mythos of Sisyphos? Albert Camus? Blieb nur Selbstmord für RAF & NSU?

Theo End my Friend, Jim Morrison and Theo Doors, Apocalypse Now Redoux Version, Krieg bedeutet Anarchie, du bist fast frei, wenn du kein Befehlsempfänger bist,

 

8

In Buchenwald Party rechte Kameraden und die Uwes, sie bauten den Grill auf, öffneten Bierflaschen, Oettinger Brau, Discounter Bier. Makaber. Nacken- und Bauchfleisch vom Schwein, Maiskolben, gebackene Kartoffeln, DDR Schnaps, den Grünen, Kotzen, Saufen.

Alte Kameraden, Landser Lieder,

 

 

 

9

Bocinsky gab nicht auf, Regenwetter, surrende Scheibenwischer, Cognac aus dem Flachmann, REMY

  MARTIN, im Dienst, der Fuchs genannt,

er rauchte wie ein Schlot, Digital Kamera am Anschlag, Spionage, Ermittlung, Chemnitz Gang, jetzt hörte er Dr Jung auf You Tube, Voltaire,

schrieb auch Stücke, Ödipus, Angriff auf den Klerus, der Frankreich beherrschte, er war jahrelang eingesperrt, er hatte großem Erfolg, bekam eine Rente vom König, er war lange in der Bastille, Voltaire war wohlhabend, der König Ludwig der 15 hasste Voltaire,  wurde zusammengeschlagen auf offener Straße,

er kam wieder in die Bastille, er verhandelte,

bot an ins Exil nach England zu gehen, der Vorschlag wurde angenommen, Voltaire war überzeugter Pariser, England und Holland war das freieste Land in Europa, John Lock, Staatsvertrag, setzte er der Monarchie gegenüber, als nächstes Schopenhauer, der sich mit dem Tod beschäftigte,

ein Puppenspiel, er musste a n Woyzeck von Büchner denken, und Berthold Brecht, Bocinsky schrieb an einem Roman und führte ein Tagebuch, ist die Welt ein Guckkasten,  

 

nichts zu sehen, später las er im SPIEGEL, Die Uwes im  Wald nähe Buchenwald, Wölfen auf der Spur, Jetzt Birkenwald, wie im Stück von Gorki Sommergäste. Sie kifften, Beate rief an. -Ich bin so allein, wo seid ihr? -Im Wald. -Was Cowboy & Indianer spielen? -Genau, ich bin Billy Theo Kid, er Sitting Bull. Kennst ja Winnetou von Karl May, echte deutsche Literatur. Nicht jüdisch. -Leute, ich bin einsam. -Wir auch, Kleine. Bocinsky Warten auf Godot, Samuel Beckett, er besuchte eine Gaststätte in Chemnitz, Ratskeller, gut bürgerlich, er nahm Roulade mit Leipziger Allerlei, Kartoffelbrei, eine Halbe Bier,

 

10

Preiswichsen, Beate zugeknöpft, 

die Uwes, dicke Eier, scharf auf einen flotten Dreier,

Gespräche über die SED, Honecker, Ulbrich, Mielke, Bautzen Knast, halb so schlimm, und die Russen, Putin  KGB Agent, in der DDR;

Honeckers letzte Jagd, Mauer fällt, Grenze offen, Hony mit Flinte, geschultert, französischer Remy Martin, in der Feldflasche, Beluga Malossol Kaviar, zum Imbiss,

Kapitalisten Konsum, oh, wie schön war es in der DDR, Nostalgie, jeder hatte Arbeit und eine Wohnung, gut, manches war knapp, Auslandsreisen bekamen Privilegierte & Sportler, Schönfärberei der DDR Diktatur,

 

 

 

10

Honecker schoss, Schrotflinte, verfehlte den gewaltigen weißen Hirsch, als seis ein Traum, Glorifizierung eines einfachen Lebens, banal, Beate bist du frigide?

-A-L, raunte sie. Du denkst nur an das Eine Und dann die Scheiß Wende die deutsch Bank rupfte uns wie ein Huhn, Verbrecher, echt, alles politisch, sagte Dutschke der APO, Prediger, die RAF hatte recht, diese BRD, diese Ficker, haben uns ausgeblutet, die Stasi Typen hatten die Infos, dieser Egon Panke, kaufte die Elbschiffe, für einen Appel und Ei, jetzt fährt er einen dicken Mercedes, der Angeber. Durch die Dörfer, Sangerhausen, Wickerode, seine Alte arbeitet Fünf Linden, Wickerode, bei Elke, faul. Gefräßig, dick & fett, Pottsau, geschwätzig, diffamierend, Mobbing, sie konnten Tom nicht leiden, weil er ein Wessi war, 

die Weiber kleinbürgerlich, an die fünfziger Jahre erinnernd,

 

 

11

Bocinsky passte Freddy ab, den Whole Sale Dealer.

-Na, Freddy?

-Mensch, lass mich in Ruhe.

-Du kennt doch die Uwes & die Beate?

-Na,und?

-Wie läufts mit dem Crystal Meth?

-Mann, was soll das?

-Entweder du lieferst Infos über die Chemnitzer oder ich liefere dich ans Messer, Trachtenverein, Bullerei.

-Okay, ich werde liefern, Chef.

-Ich sehe, wir verstehen uns, Kamerad.

Er stieg fluchend aus.

.Blöde Sau, ich bin kein Spitzel.

-Was bleibt dir übrig?

Er schlug wütend die Tür zu.

Bocinsky kochte ihn weich, wie Rühreier, sodass er umfiel, wie ein Gespenst, dass zum ersten Mal die Welt sieht, das Wetter plötzlich brachen die Wolken auf, blauer Himmel, Sonne, im Netto kaufte er einen Bourbon Whisky, Freddy setze sich auf eine Parkbank, soff, voll wie Tausend Russen.

Bocinsky fuhr auf die Autobahn, einfach so,

um nachzudenken, zwei Tage später, Oskar Gröning, Auschwitz, Aufseher eine erfundene Gesichte, sagten die Uwes & Beate, sie besuchten den Prozess, Bocinsky wartete vor dem Gerichtsgebäude, Marsianer, später,  

Black Mirror, auf dem Tablet, Sience Fiction, es gibt keinen Ausweg, More power, im All, Lowry, Kommunikation beginnen, Befehl des Kommandanten, No Mercy, destroy The Ship, eine Fluchtkasel drang aus dem zerstörten Raumschiff, sie waren frei, der Schuss mit der Laserkanonen hatte nichts gebracht, Godame, sie kamen aus dem Gericht, die Chemnitzer,  

 

 

 

 

 

12

Tom, der Rebell, er war der geborene Single & ewige Junggeselle,  kam mit Elke in Wickerode nicht klar, dann fuhr er zurück nach Stuttgart, arbeite im Casino, kochte für die Groupies, schrieb sich die Finger wund, in seiner Dachkammer, ab und an tauchte Eva auf, Sex, ohne Verantwortung, sie war verheiratet, später immigrierte er, Kanada, Toronto, Chimo

Hotel, Markham, Ontario, nachdem er aus Kanada in die BRD zurückkehrte arbeite er im Steigenberger FRANKFUERTER Hof, mit Chef Bernd Fleming, Entremetier, Produktion, viele Banketts, im Personalhaus, Bockenheim, überarbeitete er die Vermieter, das Stück hatte er in Toronto geschrieben, am Stadttheater Freiburg, Kammerspiele uraufgeführt, Intendant, Friedrich Schirmer, Dramaturgie: Jürgen Popig. Andreas Marber, Conny Buchholz, Regie Paul Burian, früher Schaubühne Berlin, Peter Stein, Gorki Sommergäste, Filme mit Werner Herzog, Leben eines Poeten, 10 000 Mark, great, später besuchte Finanzbeamten Freiburg, das Theater & Tom bekam eine Mahnung, Steuer nachzubezahlen, Hungerkünstler, Der arme Poet, Spitzweg Schuster bleib bei deinen Leisten, riefen alle, deutsche Negativität,  

 

 

 

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14

 

Nicht endende Gewalt, RAF, NSU, Bin Laden, 9.11, Twin Tower, ein Flugzeug krachte in die Türme, Live im TV, eine virtuelles Kunstwerk des Bösen, Südamerika Guerillas,  Allah Akbar, die Disco in Paris, Die Roten Brigaden, Italiens Stadtguerilla nach dem Muster der RAF-Terroristen, haben mit der Entführung des Christdemokraten Aldo Moro einen Höhepunkt der politischen Gewalt im Nachkriegs-Europa gesetzt. Vieles deutet darauf hin, daß bei dem brutalen Anschlag nach Art der Schleyer-Entführung Deutsche beteiligt waren; das Bundeskriminalamt ermittelt mit. Italiens Linke warnt vor einer „Germanisierung“ des öffentlichen Lebens: Abbau des Rechtsstaats und der Grundrechte. Inzwischen erließ Rom Sondervollmachten für die Polizei.

Wir haben den Knecht des Staates, Aldo Moro, entführt und seine Leibwächter, die Lederköpfe des Innenministers Cossiga, eliminiert. Moro ist nur der Anfang."

So meldeten Italiens Rote Brigaden ihren bisher schlimmsten Anschlag auf das Herz des Staates -- die Entführung Aldo Moros, des derzeit wohl prominentesten italienischen Staatsmannes.

Sie hatten den Präsidenten der regierenden Christdemokraten am Morgen des 16. März mit einer selbst für die Gewalt gewohnten Italiener erschreckenden Brutalität gekidnappt: Vier seiner fünf Leibwächter waren, von MP-Garben durchsiebt, sofort tot, der fünfte starb im Krankenhaus.

Rechtsprofessor Aldo Moro, 61, nach dem 50 000 Polizisten, Carabinieri und Soldaten seither suchen, war sechsmal Außenminister seines Landes, fünfmal Premier und ist Kandidat für das Amt des Staatspräsidenten.

Außerdem gilt er als Architekt des Bündnisses mit Italiens Linken. 1962 hatte er die Mitte-Links-Politik eingeleitet. Bei seiner Entführung war er auf dem Weg zur Regierungserklärung des ersten christdemokratischen Kabinetts mit voller parlamentarischer Unterstützung der Kommunisten. Die Moro-Entführung ist der vorläufige Höhepunkt einer beispiellosen Eskalation der Gewalt im Nachkriegseuropa:

Nur einmal wäre es -- rechten -- Extremisten um ein Haar gelungen, einen Staatschef zu ermorden: Frankreichs Charles de Gaulle 1962 im Pariser Vorort Petit-Clamart. Nur einmal hatten -- linke -- Extremisten einen Premier zu Tode gebombt: 1973 den Spanier Luis Carrero Blanco.

Entführungen von Politikern und Spitzenvertretern der Wirtschaft mit dem Ziel, einsitzende Kumpane freizupressen, schien die speziell deutsche Spielart des internationalen Terrors zu sein.

Als die "Bewegung 2. Juni" im Februar 1975 den Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz entführte, preßte sie fünf Gesinnungsgenossen frei. Es war ein unblutiger Anfang.

Der Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback vom April letzten Jahres war wohl schon als Mord geplant, der vom Juli an Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto vermutlich als Entführung.

Mit dem Kidnapping Hanns Martin Schleyers im September eskalierten die deutschen RAF-Terroristen erneut: Wie am 16. März in Italien mähten sie die Begleiter erbarmungslos nieder. Und nachdem ihre Erpressung scheiterte, mordeten sie.

Als Anfang dieses Jahres in Paris der Industrie-Magnat Baron Empain entführt wurde -- der bis zum Moro-Kidnapping nicht wieder auftauchte -, fragten sich die Franzosen, ob es eine Entführung à l'allemande oder à l'italienne sei? Soll heißen: Ging es um die Freipressung politischer Häftlinge oder ging es um Lösegeld?

Denn die italienische Spielart des Kidnapping war bislang vorwiegend Big Business: 78 Personen im letzten Jahr, schon 13 in diesem Jahr wurden entführt, aber zumeist gegen Lösegeld wieder freigegeben.

Ganz anders Moros Entführung, ein Kidnapping auf deutsche Art. "Es ist der schrecklichste Zwischenfall im Nachkriegs-Italien", klagte Ex-Staatspräsident Giuseppe Saragat, "das ist keine Guerilla mehr, das ist ein wahrer Kriegsakt."

So war er auch von Moros mutmaßlichen Entführern gedacht. Für die Revoluzzer gab es nie einen Zweifel, wo der Feind stand: "Der politische Garant der Gegenrevolution", so verkündeten die Roten Brigaden Anfang 1977, "heißt in Italien Democrazia Cristiana".

Allein 1977 verübten Rotbrigadisten oder andere pseudorevolutionäre Gruppen über 50 Anschläge auf DC-Büros, verletzten ein halbes Dutzend Mitarbeiter jener Partei, die Italien seit 30 Jahren regiert. Zielscheibe waren jedoch fast durchweg Stadträte und Regionalabgeordnete, niemals landesweit bekannte Politiker. Die von Gorillas beschützten "pezzi grossi", die Spitzenpolitiker, fühlten sich sicher -- bis es gleich den allerbedeutendsten traf.

Seither sind viele Italiener fest davon überzeugt, der Überfall auf Moro sei deutsche Präzisionsarbeit. "Eine außerordentliche technische Vollkommenheit", stellt Arturo Gismondi vom römischen "Paese Sera" fest. Deshalb sei "eine Verbindung mit ausländischen Kräften so gut wie sicher".

Parallelen zum Ablauf des Schleyer-Kidnappings gibt es allemal. Und schon kurz nach der Aktion war dem Bonner Innenministerium zufolge "eine Handvoll Spezialisten" des BKA in Rom damit beschäftigt, eine Standleitung nach Wiesbaden zu legen. Bei der Fahndung arbeiten deutsche und italienische Beamte zusammen.

Ob deutsche Terroristen tatsächlich bei dem Anschlag mitgearbeitet, vielleicht aber auch nur mitgeplant haben, ist ungewiß, obwohl laut Zeugenaussagen einer der Attentäter auf deutsch "Achtung, Achtung" gerufen haben soll. Dennoch glauben die Behörden, daß es seit langem "eine direkte Verbindung" (BKA) zwischen den Untergrundorganisationen gebe.

Bereits im Winter 1969/70 waren die Kaufhaus-Brandstifter Gudrun Ensslin und Andreas Baader bei Gesinnungsgeflossen in Rom und Neapel abgestiegen. Hernach soll der Mailänder Millionär und Linksverleger Giangiacomo Feltrinelli den Kontakt im Nord-Süd-Dialog der Untergrundkämpfer hergestellt und deutsche Terroristen mit großen Summen unterstützt haben.

Feltrinelli, der am 14. März 1972 durch einen mysteriösen Sprengstoffunfall nahe Mailand umkam, hatte "die Bildung eines wirklichen Zentrums politischer und militärischer Macht" im Sinn, das den Kampf gegen Kapitalisten und Bürokraten steuern sollte -- ein Ziel, das vor allem den deutschen RAF-Kampfgenossen gefiel.

Andreas Baader, heißt es, habe damals den Verleger getroffen, Holger Meins soll bei einem von Feltrinelli organisierten Treff gesehen worden sein. Aus Italien, vermuteten die Fahnder des BKA schon vor Jahren, erhielten die Baader-Meinhof-Leute neben dem Angebot zur Teilnahme an gemeinsamen Aktionen auch nützliche Hilfe: neue Papiere, Waffen und meist sichere Verstecke. Im Gegenzug boten die Genossen aus dem Norden ideologisches und technologisches Know-how.

In einem Archiv der italienischen Ultras fand die Polizei 1974 eine deutsche Broschüre mit dem Titel "Rote Brigade und RAF". In einem Extremisten-Pamphlet ("documento numero 4") aus demselben Jahr wurde die RAF als "fundamentaler Bezugspunkt für die revolutionären Initiativen auf dem ganzen Kontinent" bezeichnet und deren Kompromißlosigkeit bestaunt.

Silvano Girotto, Ex-Mitglied der Roten Brigaden. ehemaliger Pater und Südamerika-Guerrillero, behauptet sogar, "einige politische Exekutionen in Italien sind unter der Anleitung von Angehörigen der Baader-Meinhof-Gruppe ausgeführt worden". Dies wird jedoch von den Brigadisten abgestritten: Girotto betätigte sieh als Spitzel, lockte Brigadenkämpfer in eine Polizeifalle und setzte sich dann in die Schweiz ab.

Zwar mögen die "Brigate Rosse" tatsächlich, wie Generalbundesanwalt Rebmann behauptet, "eine mit der Baader-Meinhof-Bande vergleichbare Organisation" sein, dennoch operierten die italienischen Untergrundkämpfer bis zum Moro-Anschlag meist mit anderen Mitteln. Vor allem aber: Sie haben im Unterschied zu den RAF-Leuten seit 1969 einen -- wenn auch schwindenden -- Rückhalt bei linken Arbeitern und Jugendlichen in den norditalienischen Städten.

Linke Ultras, die Maos Ideen "lon der Kulturrevolution und die Kampfparolen südamerikanischer Stadtguerrilleros im Kopf hatten, organisierten sich nach der großen Streikwelle von 1969 ("heißer Herbst") in den Arbeitervierteln von Mailand, Genua, Turin und Rom.

Proletarische Bünde wie der "ständige Kampf" (Lotta continua) gaben sich leninistische Programme. Vor allem an der Universität von Trient versammelte sich damals Italiens radikale Apo, die den Klassenkampf der Arbeiter fortsetzen wollte. Cohn-Bendit tauchte auf und Rudi Dutschke, der die Hochschule als zweite "Freie Universität" lobte. Wortführer der Trienter Apo war Renato Curcio, Verehrer von Mao Tse-tung, Fidel Castro und Ché Guevara.

Als Jugendlicher neigte der vaterlos aufgewachsene Renato zu den Neofaschisten, dann trat der protestantisch Erzogene einer katholischen Jugendgruppe bei, als Student arbeitete er zuerst für die Sozialisten. Ab 1968 nannte er sich Marxist, dann Revolutionär und schließlich Guerrillero.

Zur gleichen Zeit heiratet er Margherita Cagol, eine Studentin aus konservativ-katholischem Haus, auf Wunsch der Braut standesgemäß in Weiß -- und verschwand mit ihr wenig später im Untergrund.

Im Winter 1971/72 bauten beide die "Brigate Rosse" auf, die nun anstelle der Gewerkschaften für die Sache der Proletarier kämpfen sollte -- notfalls mit Waffengewalt.

Das erste Opfer der B

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